Donnerstag, 17. Mai 2007

Männerarbeit

Bei uns vorm Haus wird die Straße geteert. Ein recht lautes und gesuchintensives Unterfangen. Danach soll aber alles viel schöner sein.

Außerdem ist mir aufgefallen, dass dieses Fahrzeug definitiv von männlichem Geschlecht ist. Wer weiß warum? ;o)

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Montag, 14. Mai 2007

Big Mother...

is watching you - ganz nach dem Big-Brother-Prinzip. Sie hat eine Webcam im Internet gefunden, mit der sie ihren Sohn in Amerika ausspionieren kann ;o)
Hier ist der Link zu cam, damit das von nun an alle machen können. Einfach aufs Bild klicken, dann auf Start Control klicken und anschließend im Dropdown-Menu Beckman Inst. oder Parking Deck auswählen.

Mein Auto steht Wochentags von etwa 9 bis 18 Uhr (16 bis 01 Uhr in Deutschland) ganz links auf dem Dach des Parkhauses (dunkelroter Ford Taurus). Wenn ich hier "morgens" (also 14 Uhr nach deutscher Zeit) ankomme, verschwinde ich anschließend im linken Glasturm, fahre mit dem Fahrstuhl runter und gehe nach hinten/oben über die Straße zum Beckman Institut. Wer Lust hat, kann mich ja mal dabei beobachten...

Sonntag, 13. Mai 2007

Wilde Prärie 2 ...


Ich hab sie gefunden - wildeste Prärie, so weit das Auge reicht. Es gibt sie also doch ... oder zumindest wieder. Das ist nämlich alles erst ca. 30 Jahre alt. Vorher war das alles Ackerland, das den Bauern und dem Land mit Spenden abgekauft werden musste. Die Naturschützer haben hier wirklich ein ziemlich großes Stück Land mit den alten Gräsern und für die Prärie typischen Pflanzen zurecht gemacht. Das sieht schon recht authentisch aus. In ein bis zwei Monaten, wenn es richtig heiß ist, soll das sogar noch besser aussehen - da bin ich ja mal gespannt. Bis dahin habe ich aber schon mal ein paar schöne vertikale ca. 180° Panoramen von dieser Gegend gemacht...



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Samstag, 12. Mai 2007

Zeitreise

Brad und ich sind heute nach Arcola gefahren und haben dort einen kurzen Abstecher durch die zeit gemacht. Ich habe versucht ein wenig an zu moderieren...

Hauptsächlich ging es um den amerikanischen Bürgerkrieg. Schauspieler haben sich entsprechend verkleidet, mit alten Kanonen und Musketen geschossen oder auf alten Trommeln und Flöten musiziert.

Auf der anderen Seeseite waren die Indianer und haben dort auf ihre Trommeln gehauen, sind im Kreis getanzt und haben Lieder gesungen. Natürlich auch alles komplett verkleidete Hippies... äh Leute.

Nach und nach ist uns aufgefallen, dass diese ganze Show von verkleideten Hippies durchgeführt wurde, die so was wohl öfter machen. Hier ist jedes Wochenende etwas anderes los - heute war nach der Winterpause nur der erste Auftakt. Im August soll das ganze hier noch etwas detaillierter ablaufen. Mit noch mehr Soldaten, Indianern und geballer. Vielleicht sehe mir das dann noch mal an - vielleicht...
Für's erste war das aber genug. Eigentlich sind wir nach Arcola gefahren, weil dort die Amish People leben. Eine Gruppe von streng Gläubigen (Baptisten glaub' ich), die jeder modernen Technik abgesagt haben und im alten Stiel mit alter Kleidung leben. Die Leute wohnen in ganz - zumindest äußerlich - ganz normalen Häusern, aber ohne Elektrizität und Hightech. Also keine Fernsehr, kein elektrisches Licht, kein Kühlschrank, kein Internet, kein Telefon, kein gar nix...!!! Dafür haben die fast alles aus Holz. Das ist deren große Kunst. Die anderen/modernen Amerikaner kommen hier her um Holzmöbel von den Amish-Leuten zu kaufen. Leider wäre es zu dreist gewesen, einfach mal anzuhalten um ein Foto zu machen, aber ich hab' hier zwei Kutschen fotografiert. Autos haben die nämlich auch keine, nur Pferdekutschen...

Die Frauen und Mädchen laufen in einfarbigen schlichten Kleidern rum und haben weiße Hauben auf dem Kopf. Die Männer und Jungen haben fast immer nen Hut auf und sonst Hemden und Trägerhosen an. Wenn sie alt genug für einen Bart sind, haben sie den natürlich auch.
Für mich wäre das glaub ich nix - zumindest nicht länger als eine Woche. Wie sollte ich denn ohne Strom für's Internet meinen Blog hier updaten?!? ;o)

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Donnerstag, 10. Mai 2007

Ford Taurus

Nach zwei Tagen ohne Auto in Amerika weiß ich, warum es hier unbedingt nötig ist, ein Auto zu haben. Man verliert so viel Zeit mit den öffentlichen Verkehrsmitteln, das ist unglaublich. Hier in Urbana-Champaign sind die für amerikanische Verhältnisse aber noch recht gut organisiert...

Aber nun zu meinem neuen Auto: ein Ford Taurus 4 DR LX Sedan (im Grunde ein amerikanischer Golf - man sieht ihn hier überall). Das gute Stück hat schon fast 154.000 Meilen auf dem Buckel, das sind etwa 247838 km. Unter der rubin-roten Haube ist also nicht mehr die jüngste 3.0 Liter V6 Maschine. Das werden die 4 un-umweltfreundlichsten Monate meines Lebens. Mutter Erde, wie soll ich das bloß je wieder gut machen können?!? Dabei ist das schon die kleinste Version dieses Autos! Ich bin wirklich gespannt, wie der Verbrauch ist...
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Dienstag, 8. Mai 2007

von Holz und ganz schön viel Kohle

Die Zeit für meinen Mietwagen ist abgelaufen und ich musste ihn heute zurück bringen. Zurück war in diesem Fall nicht zurück nach Chicago, sondern um Universitäts-Airpost. Ja, die Uni hier hat ihren eigenen Flughafen - ganz schön abgefahren. Und das coolste ist, dass der Präsident mal mit seiner Airforce One hier gelandet ist. Damals war das noch der Bill (Hier reden sich ja alle mit Vornamen an!). Der Willard Airport ist zwar ein vollwertiger Flughafen, aber die Wege von und zu den Start- und Landebahnen sind schmaler, weil hier eigentlich nicht so große Flugzeuge landen. Da ist der Flieger vom Clinton im Matsch stecken geblieben und sie mussten ihm einen Ersatzflieger schicken *hehe*
Na ja, eigentlich wollte ich aber etwas ganz anderes erzählen oder besser gesagt: zeigen (siehe Foto). Ich bin auf dem Weg nämlich an einer amerikanischen Häuserbaustelle vorbeigefahren. Die machen echt alles aus Holz hier. Und dann kommt da nur die Fassade aus dünnen Klinkersteinen (wenn überhaupt) drum. Tja, da muss nur ein kleiner Tornado kommen und alles ist wieder weg. Da lob ich mir doch die gute alte Ziegel- oder heute ja öfters auch Ütong-Bauweise aus Deutschland.

Aber ich muss auch mal ein Lob aussprechen. Die Ammis haben unter Schildern, die viele nicht ernst nehmen einfach direkt die Strafe mit drunter geschrieben. Also ich finde das super, da kann man sich genau überlegen, ob die zwei Schritte weniger die $250 wert sind ;o) Das ist ganz schön viel Kohle für Extrem-falsch-parking. Aber Amerika ist ohnehin viel behindertenfreundlicher (hätte ich übrigens auch nicht gedacht).

Ja, jetzt bin ich wieder ohne Auto - zumindest bis ich mein Geld aus Deutschland auf meinem neuen amerikanischen Konto habe. Das kann dauern. Auf meinem deutschen Konto ist es schon nicht mehr. Ich würde ja gerne wissen wo's gerade steckt!?! Ein neues Auto ist auch schon ausgesucht, aber dazu mehr sobald es vor der Haustür steht...

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Montag, 7. Mai 2007

Beckman Institut

Nichts als Arbeit gab's heute im Beckman Institut. Allerdings keine wirklich schlimme Arbeit. Eher viele Botengänge. Meine hiesige Mailadresse ist endlich aktiv geschaltet, ich habe ein Postfach usw.

Da heute tolles Wetter war, ist hier noch mal das Institut von seiner Vorderseite. So, das war's auch schon...

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Sonntag, 6. Mai 2007

Wilde Prärie ...

Es soll hier in Illinois noch einige kleine Flecken geben in denen die echte Prärie noch so ist, wie sie vor hunderten von Jahren einmal den Mittleren Westen geprägt hat. Prärie, durch die Winnetou und sein Blutsbruder Old Shatterhand geritten sind. Na ja, die beiden waren natürlich nie wirklich hier, aber die Prärie, die war schon hier. Leider sind in Illinois ca. 99,99% der Prärie der Landwirtschaft zum Opfer gefallen. Aber hier, am Ende dieser Brücke soll noch echte Natur auf mich warten...

Ja, wo isse denn nu - die Prärie. Das ist ja alles ganz schön hier, aber wo sind die mannshohen Gräser? Die am Waldboden können es nicht sein...

...hier ist sie, die wilde Prärie. So weit das Auge reicht. Die hohen Gräser versperren einem leicht die Sicht...

...solange man sich klein genug macht und so tut als ob. Das hier ist alles, was übrig geblieben ist. Eigentlich noch nicht einmal das. Dieses kleine Stück Land, das sich selbst überlassen wurde kann nicht die wilde ursprüngliche Prärie sein.

Nach einiger Recherche im Internet habe ich noch ein Fleckchen Land entdeckt, das - zumindest laut Internet - vielversprechender scheint. Dort werde ich in den nächsten Tagen hinfahren und mich umsehen...

Sonst gab' es heute Abend noch Spiderman 3: Der Anfang glich eher einer "Girls Edidtion" mit viel Schmalz. Nach einigen Minuten startete aber schon reichlich vom Computer gerenderte "Äksch'n" gemischt mit soviel Handlungsänderung, dass sie locker für zwei Kinofilme ausgereicht hätte und dann ist auch schon alles vorbei. Tolle Effekte, besonders dieser Sand-Typie! Brad, einer meiner Mitbewohner, fand den Film auch toll. Hier startet übrigens zwischen 17 und 22 Uhr alle 15-30 Minuten eine neue Vorstellung. So brechen die heute also alle Zuschauerrekorde. Wenn man einen Film mehrfach parallel zeigt, können auch mehr Leute am ersten Tag den Film sehen... is' also alles Fake!

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Pokerrunde

Na ja, eigentlich ist auf diesem Foto schon alles Vorbei. Aber das sind ein paar Leute, die ich zufällig kennen gelernt habe. Das ist in den USA so unglaublich einfach! Ich bin zu jemandem gefahren, der ein Auto verkaufen möchte und der hat mich dann zum Volleyball spielen mitgenommen, aber es hat geregnet und wir sind einfach nur was trinken gegangen. Die Leute, bei denen ich dann zum Pokern war, wären eigentlich die übrigen Volleyballspieler gewesen. Unglaublich... ich glaube in Deutschland ginge das nicht so schnell. Na ja, zu sehen sind hier Matt, Bob, Aaron , Ryan, "moi" und die Melony. Das Foto hat Ryans Frau Kristin gemacht.

Oh, ich hab' übrigens $2 verloren - war ein sehr teurer Abend! Gewonnen hat Ryan im Nike T-Shirt neben mir.

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Samstag, 5. Mai 2007

Mein Arbeitsplatz

Hier im Beckman Institut sind die Büros im Grunde fast wie im Callcenter aufgebaut: ein großer Raum mit Trennwänden. Die Fenster sind keine echten Fenster. Also da sind schon Fenster, aber die offenbaren einem nicht den Blick in die weite Natur, sondern in eine Empfangshalle. Das ist meiner Meinung nach eine Fehlplanung fürs gesamte Gebäude. Die Flure, die die Labors mit einander verbinden sind auf einer Seite komplett verglast und die Büros dafür gar nicht. Dann sind da noch die Vortragsräume in einem Turm untergebracht, der von drei Seiten aus komplett mit Fenstern versehen ist, die dann verdunkelt werden müssen. Da hat jemand nicht mitgedacht. Aber dafür ist das Arbeitsklima super. Die Leute die mit mir in einer Ecke sitzen, sind alle supernett. Hier eine Rundumansicht (mit Apple Quicktime).

Das wird wohl in den nächsten vier Monaten ein sehr wichtiger Raum für mich sein: Zellkultur, Ephys und Laborbedarfslager in einem. Da waren die Labors in Jülich ja doch noch ne ganze Ecke größer! Aber das macht nix, dafür muss ich nicht so weit laufen und verbrenne nicht so viele Kalorien um schon bald wie ein "echter" Amerikaner auszusehen *hehe*

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