Sonntag, 19. August 2007
Fontenelle Forest
Am nächsten Morgen sind wir abermals sehr Früh raus aus den Federn und haben uns den Fontenelle Forest angesehen - ein ziemlich großes zusammenhängendes Waldstück am Missouri River. Wir hatten Glück und konnten Künstlern dabei zusehen, wie sie den Wald für eine Ausstellung (soll nächste Woche losgehen) vorbereiten. Diese Gruppe hier hat das Projekt "Blue Tree" und sie wollen den Baum noch komplett einpacken. Nach dem Vorbild von Christo und Jeanne-Claude.
Wir sind weiter in den Wald gewandert, bis wir an den Missouri River gekommen sind. Auf der anderen Seite des Flusses ist Iowa.
Da wir nicht durch den Fluss schwimmen wollten sind wir weitergegangen und dann war da dieser Baum. Mir als Biber-Brüder-Fän ist natürlich sofort aufgefallen, wer da an diesem Stamm genagt hat ;o) Ich hab' gleich zwei Fotos gemacht. Leicht verschoben, sodass man den vom Biber angenagten Baum in 3D sehen kann. (X-Technik: man muss die Augen verdrehen und schielen!)
Durch die lange Wandertour und die Sonne hatten Brad und ich wohl einen Sonnenstich oder so. Vermutlich nicht wirklich, aber wir haben angefangen uns wie dieser Typ in der TV-Serie "Man vs. Wild" (läuft in Deutschland glaube ich gar nicht) aufzuführen und jeden Schritt in der "Wildnis" zu kommentieren: hier ein kleines Video von diesem Blödsinn:
Anschließend sind wir wieder zurück zum Auto und haben vorher noch einen kleinen Zwischenstop im Nature Center eingelegt, wo einer dieser Spendentrichter stand. Wir konnten es nicht lassen, ein bisschen damit zu spielen *hehe*
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Frank
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Samstag, 18. August 2007
Bar-B-Q und Gartenspiele
Zurück in Omaha ging es recht gemütlich zu - es war auch mal wieder viel zu heiß um sich nicht im Schatten aufzuhalten. Also haben wir kühle Getränke getrunken und erst mal nix gemacht. Von links nach rechts: Brad, seine Mutter Barb(-era), der Hund seines "mittleren" Bruders, Ex-Frau seines "mittleren" Bruders, ich und dann sein jüngster Bruder Scott.
Später am Abend, als es kühler wurde, haben wir verschiedene Spiele gespielt. Erst Lasso-Golf: zwei über ein kurzes Band miteinander verbundene Golfbälle müssen um Stangen geworfen werden. Rote Stange = 1 Punkt, gelb = 2 und blau = 3 Punkte. Das macht man ein paar mal und darf, ähnlich wie beim Black Jack, nicht über 21 Punkte kommen, sonst verliert man alles. Brad hatte das ziemlich gut raus!
Anschließend spielten wir eine Art Boule: Erst eine kleine Kugel vorwerfen und dann mit größeren Kugeln möglichst nah an die kleine heran kommen... kennt jeder!
Brads Vater Ken (ja, seine Eltern heißen Barbie und Ken *hehe*), Brad und Scott sind gerade dabei, die Seite des Boule-Feldes zu wechseln - Brad und ich hatten gegen Ken und Scott verloren. Die Boule-Kuglen sind hier übrigens (wie alles andere auch) etwa doppelt so groß wie die, die man üblicherweise in Europa finden würde. Seine noch nicht ganz zweijährige Nichte wollte auch mitspielen ;o) Und die Kugel in Kates Händen -- so friedlich und unschuldig sie damit auch aussieht -- ist gerade auf dem Weg in mein Gesicht!! Ich hab's aber kommen sehen und konnte rechtzeitig ausweichen *puh*
Und dann war der Tag auch schon wieder um.
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Frank
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Kunstmuseum
Um einmal etwas neues auszuprobieren sind wir in ein Kunstmuseum gegangen. War schon lange in keinem mehr.
Dieses hier war gar nicht mal so klein, wie es von außen aussah und hatte viele interessante Gemälde und Werke allgemein von eher unbekannten Künstlern ausgestellt.
Hinterm Museum ist ein Garten mit vielen ungewöhnlichen Skulpturen.
Um 3 pm mussten wir wieder in Omaha sein, weil Brads jüngster Bruder und die Mutter seines "mittleren" Bruders mit seiner Nichte zum Bar-B-Q zu seinen Eltern eingeladen waren. Die hatte er seit Weihnachten alle nicht mehr gesehen.
Also wieder rauf auf den Highway und vorbei an unzähligen Maisfeldern... Warum die da sind, hat Steffen ja kürzlich ausführlich kommentiert (danke dafür).
Die Öl-Substitution ist dabei aber eher ein neuzeitlicher Grund. Davor wurde Mais in den USA genau so angebaut. Es geht dabei vermutlich einfach um Ertragsmaximierung: Maiskörner sind triploid und man bekommt unglaublich viel Nährwert auf engem Raum (mehr als z.B. bei Weizen). Zusammen mit der Möglichkeit in den USA Genmais anbauen zu können ist das für Bauern sicherlich sehr verlockend. (Ist aber nur ne Vermutung, ich hab' keine Beweise dafür.)
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Frank
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Haymarket
Die Bewohner von Lincoln sind ziemlich stolz auf ihren Haymarket oder Farmers' Market. Im Grunde einfach nur ein Wochen- oder Bauernmarkt mit frischem Gemüse, Obst und anderem Zeugs wie es sie in Deutschland in fast jeder Stadt gibt...
Brad wusste das natürlich nicht und wollte mir diese Besonderheit mal zeigen *hehe* Für Amerikaner, die immer nur in riesigen Shopping-Mals einkaufen ist das ja auch was besonderes.
Und so sieht's da aus: natürlich nicht ganz so wie in Deutschland, aber sonst doch ziemlich ähnlich.
Ich hab' mich gleich wie Zuhause gefühlt und meinen eigenen Stand mit geräucherten Köstlichkeiten aufgestellt ;o)
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Frank
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Lincoln Capitol
Am nächsten Morgen sind wir recht früh nach Lincoln (der Hauptstadt von Nebraska) gefahren und haben dort das Capitol besichtigt. Eigentlich hatte ich von Capitolen die Nase voll, nachdem ich bemerkt hatte, dass die überall ziemlich gleich aussehen: Gebäude mit griechischen Säulen und Kuppeldach (so wie das in Austin (TX), St. Louis (MO) oder das Weiße Haus in Washington). Hier hat mich etwas komplett anderes erwartet. Das Gebäude erinnerte mich äußerlich eher an den Reichstag oder so (war am Eingang, der hier leider vom Baum verdeckt wird, recht deutlich). Deutsche Einflüsse?
Wir waren etwas zu Früh dort und dazu noch am falschen Eingang an der Rückseite des Gebäudes. Also mussten wir vor der Tür warten, die dann von innen geöffnet wurde und ein Mann kam heraus. Brad und ich haben gefragt, wann es denn mit den Touristenführungen losginge und ob diese Tür dann geöffnet sei. Der Mann hat freundlich die Fragen beantwortet und ist dann zu diesem rech pompös aussehenden Haus auf der anderen Seite der Straße gegangen...
Später ist uns aufgefallen, das dieser Mann zum Gouverneurshaus gegangen ist. Das hat er natürlich nur gemacht, weil er da wohnt ... und er wohnt dort, weil er der Gouverneur von Nebraska ist *hehe*
Wir haben also mit Dave Heineman, dem Gouverneur von Nebraska, geredet ohne es zu wissen. Das ist so, als würde man Arnold Schwarzenegger in Kalifornien treffen - wobei Arny natürlich generell etwas berühmter ist, aber egal...

Innen gab es dann doch wieder das übliche zu sehen: Doll verzierte Decken, teure Gemälde und Extra-Schnick-Schnack der in Europa vor ca. 200 Jahren in Palästen interessant war. Aber man konnte mit nem Fahrstuhl nach ganz oben fahren und sich Lincoln von oben ansehen.
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Frank
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Freitag, 17. August 2007
Baseball
Nach dem wir den ganzen Tag im Zoo verbracht hatten, war abends Baseball angesagt. Es ist unglaublich, wie langweilig das sein kann *gähn* Von Zeit zu Zeit ist es mal interessant und spannend, aber die meiste Zeit über ist es einfach nur langweilig. Das wissen die wohl auch selber und haben eine ganze Arme von Spaßfaktoren im Stadium rumlaufen. Obendrein hat es auch noch immer wieder mal geregnet - ganz großer Sport ist das.
So habe ich Toni den Tiger von Kellog's Frosties getroffen. Er sagt, diese Werbung für die Frosties ist nur ein Job für ihn und eigentlich sitzt er lieber mit 'nem Bier im Stadium auf der Tribüne statt selber sportlich zu sein *hehe*
Nach dem Spiel - das die Omaha Royals übrigens nach 9 Innings über mehr als drei Stunden endlich für sich entscheiden konnten - gab' es noch ein Feuerwerk. Gar nicht mal so übel, die haben wirklich viel geballert. Denen sollte mal einer von der Organisation "Brot statt Böller" erzählen, damit würden sie der Welt vermutlich viel eher helfen, als mit dem ständigen Krieg in Arabien. Aber das ist ein anderes Thema bei dem's ja eigentlich um Öl geht...
Und dann konnten wir nach Hause und endlich schlafen. Diesen (leider seltenen gewordenen) Luxus hatte ich aber auch mal wieder nötig!
Das Stadium hieß übrigens "Rosenblatt Stadium". Ich war so frei und hab' das Brad und seinen Eltern mal übersetzt. Die hatten sich immer schon gefragt, was das bedeuten könnte *hehe* Hier in der Gegend leben viele ehemalige Deutsche oder zumindest Menschen mit deutschen ((Ur-)Groß-)Eltern... Brad gehört wohl nicht dazu ;o)
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Frank
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Henry Doorly Zoo in Omaha
Früh am Morgen sind Brad und ich zum Zoo in Omaha gefahren. Das ist kein normaler Zoo, sondern der größte Zoo in den USA. Im Grunde gibt's da alle Tiere, die es auch in anderen Museen gibt, aber eben nicht so viele auf einmal und auf einem so großen Gebiet. Eisbären gibt's natürlich in vielen Zoos, so auch hier.
Interessanter wird's da schon bei den Fledermäusen - ich muss gestehen, dass ich noch nie welche sooo cool hab' rumfliegen sehen.
Diese Pinguine hier machen auch einen recht sportlichen Eindruck - ganz schön fix die Jungs.
Der Zoo hat wirklich schöne Kulissen für die Tiere (oder die Besucher - wie man's nimmt), z.B. hier im Tropenhaus.
Besonders Beeindruckend ist die Wüstenausstellung im Desert-Dome - ist ziemlich trocken da drin.
Der Zoo muss unglaublich reich sein, so viele Kois wie hier rumschwimmen!?!? Die sind bestimmt ein Vermögen Wert ;o)
Mehr Fotos vom Zoo gibts im Webalbum Best of Nebraska
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Frank
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Donnerstag, 16. August 2007
langes Wochenende in Nebraska
Heute sind Brad und ich etwas früher von der Arbeit nach Hause gefahren, weil wir um 6 Uhr von Bloomington (ca. 1 Autostunde westlich von Champaign) aus nach Omaha zu seinen Eltern fliegen. Zwischenstop war in Chicago, wo einige coole Sachen rumstanden.
Zum Beispiel dieser alte Flieger oder das Fake-Dino-Sekelett, das ich schon vorm Field-Museum gesehen habe...
...oder auch diese interessante Beleuchtung in der Untergrundpassage zwischen der Terminals des O'Hare Flughafens.
Und dann ging's weiter durch die Nacht gen Westen...
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Frank
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Dienstag, 14. August 2007
Auto abholen...
Schlafen konnte ich nicht - dafür habe ich mich viel zu sehr geärgert und über Möglichkeiten nachgedacht "gewisse Leute" von diesem Planeten verschwinden zu lassen. Na ja, alles Schwachsinn ;o)
Hier links neben dem LWK hat mein Auto gestanden - da war noch nie ein Auto und da ist auch keine Tür oder so was?!? Den Platz braucht niemand. Da ist auch keine Markierung "Privat" ... nix, gar nix :o(
Na ja, zurück bei Reynolds Towing Service habe ich mein Auto endlich bekommen und musste $80 für diesen "Spaß" bezahlen - und wieder ärgern.
Im Beckman Institut hab' ich auch nicht richtig arbeiten können, weil ich mich weiter-ärgern musste. Ist aber interessant, wie sich der Ärger-Fokus ändert:
- über die böse Person ärgern, die das Auto hat abschleppen lassen
- über die aussichtslose Lage ärgern
- über sich selber ärgern
- gar nicht mehr ärgern
- einfach nur noch sagen: *hehe* coole Story
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Frank
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