Montag, 16. April 2007

Marietta & Kristins Eltern

Abends habe ich Kristins Eltern in Marietta in der Nähe von Atlanta besucht. "In der Nähe" bedeutet in den USA etwa eine Stunde mit dem Auto fahren.

Die haben ein wirklich schönes großes Haus. Alles wirkt hier total amerikanisch - kein Wunder, ich bin ja in Amerika. Außer dem jetztigen Haus habe ich noch Kristins Schulen und frühere Häuser gesehen.

Eine ANGEBLICHE Attraktion von Marietta ist das Big Chicken. Ein riesiges Hühnchen sagt man sich. Was es damit wirklich auf sich hat ist eher enttäuschend! Das ganze ist ne blöde KFC-Filiale. Ok, das hab' ich gewusst, aber das Big Chicken da oben drauf hatte ich mir anders vorgestellt. Ok, es rollt die Augen und macht den Schnabel auf und zu, aber das war's dann auch schon...
Natürlich haben wir nicht bei KFC gegessen! Wir waren in einem Südstaaten Restaurant, das auf Berbeque spezalisiert war. Ich wurde kurzer Hand dazu überredet eine Mischplatte mit allem zu wählen, also Rind, Schwein, Geflügel in allen nur erdenklichen Grillvarianten. Sehr lecker, aber leider viel zu große Portionen!

Anschließend war Kuchenessen in einem typischen Diner angesagt. Wie auf den allgemein bekannten Fotos in kitschigem Pink-Rot-Cyan gehalten. Ein Kuchen ist etwa 1,5 x so groß wie hier und mindestens doppelt, wenn nicht sogar drei mal so hoch. Wenn man davon ein Stücken bestellt, ist das kein kleines Stückchen, wie man das in Deutschland gewohnt ist, sondern eine richtig große Ecke aus dem Kuchen (geschätztes 1/6 des Kreises).

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Georgia Aquarium


Hier gibt es eine Menge zu sehen. Das Georgia Aquarium war bis vor Kurzem noch das Aquarium mit dem größten Becken für die Fische und Meeressäuger. Seit kurzem soll es aber irgendwo anders auf der Welt ein noch größeres Aquarium geben...
Wie schon in Melbourne konnte man auch hier durch einen Tunnel unter dem Wasserbecken mit vielen, vielen Fischen gehen. Dabei hat das Aquarium hier in Atlanta viel mehr Fische zu bieten. Schwertfische, verschiedene Rochen und den größten Fisch überhaupt: den Wahlhai (und davon gleich drei!). Dann noch ein riesiges Korallenriff mit echten Wellen! Außerdem Fische zum Anfassen: ich hab' nen Hai angefasst *hehe* Natürlich die Belugawale in dem großen Becken. 3D-Shows mit witziger Story (zumindest für Kinder) und, und, und, ...

Ich hab' einige der schönen Fotos mal in einem Webalbum gestellt:

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Georgia Tech

Steve hat mir eine Lab-Tour durch sein Institut versprochen. Auf dem Weg dorthin haben mich die hohen Gebäude mal wieder ziemlich vom Hocker gehauen (und das waren ja nur mittelhohe Häuser!).

GeorgiaTech ist eigentlich eine recht neue "Uni" - gerade mal 10 Jahre oder so. Von daher sieht alles noch sehr neu aus. Die Tour durch's Potterlab war super. Ich hatte zwar schon alles gesehen, aber jetzt hat Steve noch mal das eine oder andere näher erklärt. Allerdings war das alles noch sehr allgemein gehalten - leider...

Auf der Dachterrasse war ich natürlich auch. Wenn man schöne Aussichten haben kann, bin ich immer dabei.

Heute ist allerdings ein perfekter Tag für's Georgia Aquarium. Daher ist jetzt erst mal Schluss mit der Arbeit. Passend zur Mittagspause *hehe*

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Sonntag, 15. April 2007

Ausnahmefall: Arbeitstag

Heute habe ich - aufgrund schlechten Wetters - einen Arbeitstag eingelegt. Es hat den ganzen Tag über immer wieder geregnet. Daher war es nicht ganz so schlimm. Gegen Abend bin ich noch einmal einkaufen gewesen und habe auf dem Rückweg Steves und Maireads Haus digital verewigt.

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Samstag, 14. April 2007

Atlanta Dogwood Festival

Jedes Jahr im Frühling, wenn die Dogwoods (das sind Bäume) blühen, gibt es in Atlanta dieses riesen Event rund um die Kunst. Aus ganz Amerika kommen dann die Künstler angereist und wollten Ihre Bilder und Skulpturen verkaufen. Manche davon sehen wirklich sehr schön aus. Ich bin froh, dass in meinen Rucksack nix mehr reinpasst.
Außerdem gibt es noch viel Musik und reichlich zu essen. Unter anderem auch deutsche Spezialitäten, von denen ich gar nicht wusste, dass sie aus Deutschland kommen! Die Rede ist von gebrannten Mandeln (oder ähnlichen Nüssen). Die sind hier als German Roasted Nuts bekannt.

Eine weitere Attraktion ist eine mir bis dahin unbekannte Sportart: Hundefrispeefangen. Dabei wirft ein Herrchen oder Frauchen eine Frisbee und der Hund muss sie fangen. Punkte gibt es für die Wurfweite und für die vom Hund innerhalb von einer Minute gefangenen Frisbees. Daher lief auf dem Gelände auch ein blauer Hund rum ;o)

(Schönes kitschiges Scheiß-Turist-Foto *hehe*)
Vom Park aus konnte man Atlantas höchstes Gebäude sehen. Den sog. Pencil (z.d. Bleistift). Sieht wirklich aus wie einer - allerdings wie ein zu oft angespitzter.

Abends habe ich mein erstes Steak in den USA verdrückt. Und zwar wirklich verdrückt. Ich war richtig enttäuscht. So groß und lecker wie die Steaks dort immer angepriesen werden, sind die gar nicht :o( Aber dafür konnte ich beim Pickeln Sportsnews gucken *hehe*



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Freitag, 13. April 2007

Stone Mountain Park

Dieser Park ist eher ein Funpark, allerdings ohne Achterbahn. Der Berg selbst erinnert mich übrigens sehr an den Ayers Rock in Australien. Stone Mountain ist aber grau und nicht rot. Und laut Parkmuseum ist er entstanden, weil eine große Magmablase unter den Berg liegt und ihn hochdrückt - das übrigens schon öfter, weil es von den Bergen wohl mehrere gibt.

Da es sich bei diesem Fels nicht um eine heilige Stätte handelt (wie beim Ayers Rock), bin ich da auch raufgeklettert. Es gibt auch eine Seilbahn, aber davon hatte ich im Kleinwalstal genug.

Oben auf Stone Mountain ist sogar ein kleines Café, in dem ich mich erst einmal mit einer kühlen Cola und einem Schoko-Cookie versorgt habe.


Die Aussicht war fabelhaft. Ganz weit weg am Horizont waren die Wolkenkratzer von Atlanta zu sehen.

Außerdem gibt es rund um den Berg noch viele kleine Seen, die sehr idyllisch wirkten solange keines der merkwürdigen Turistenbootautos darauf unterwegs war.




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Donnerstag, 12. April 2007

Atlanta - Mein Gott ist das alles groß hier...

Der Flug war super. Zwar war das Flugzeug von Delta nicht so luxuriös ausgestattet wie das von dem Emirates auf meinem Flug nach Dubai, aber immer hin... Ich hatte drei Sitze für mich alleine und konnte während meines 10 stündigen Fluges ein paar ganz entspannte Nickerchen machen. Die Filme ließen zu wünschen übrig - ich hatte das Gefühl die alle schon mal gesehen zu haben.

Bei meiner Ankunft musste ich feststellen, dass Amerika nicht nur auf der Karte ein großes Land ist, sondern auch sonst alles andere einfach Riesig ist. Klar hat man schon viel davon gehört, aber es selber zu sehen ist doch anders!
Genau so war das auch bei meiner Autoanmietung. Ich habe die kleinste Economy-Klasse gewählt und dafür dieses dicke fette graue Monster-Geländefahrzeug der neuesten Generation bekommen. Eigentlich ganz angenehm!!! ;o)

Damit bin ich dann durch Atlanta gecrused - direkt in meinem ersten Stau hinein - der sollte aber nicht der letzte sein. Übrigens sind zu ca. 60-70% noch größere Autos an mir vorbeigefahren. Ich hab' also tatsächlich einen "Kleinwagen" bekommen! Die Skyline war einfach toll - obwohl man sich mit der Zeit an derartige Anblicke gewöhnt.

Mein erster Treffpunkt war im Labor von Steve Potter, bei dem ich auch übernachten darf. Die Potters haben ein riesiges altes Haus mit vielen Gästezimmern. Mein "grüner Salon" ist unten abgebildet.
Ganz wichtig war für mich auch mal zu gucken, wie das mit den SuperMärkten nach 20 Uhr aussieht *hehe*. Also bin ich um umgerechnet 3 Uhr morgens nach europäischer Zeit mal in einen SuperMarkt gegangen und der hatte auch geöffnet. Aber auch in Amerika ist nach 20 Uhr nicht wirklich viel los.
Die Verpackungen sind alle ganz schön groß hier. Milch gibts litterweise (bzw. gallonenweise) in Plastikkanistern, Steaks in den typisch europäischen Größen würde man hier nicht einmal seinem Hund zu fressen geben und die gänge sind insgesamt etwas breiter - vermutlich damit zwei dicke fette Ammis da nebeneinander durch passen. ;o)
Nach all diesen Eindrücken ist erst einmal Verschnaufen angesagt. Also wird das Bett jetzt getestet...
(Ach ja, sobald ich hier in die Küche komme, fühle ich mich von den Größenverhältnissen her wieder in meine Kindheit versetzt. Ich könnte problemlos in den Kühlschrank krabbeln!)

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